
Zur Frühjahrsputzaktion der Stadt Steinbach-Hallenberg hat auch das IKA-Team einen Beitrag geleistet. Der Dorfgraben Rotterode wurde – vor allem im Bereich der Dorfwiese – in den letzten Jahren sehr vernachlässigt. So war auf einem etwa 60 Meter langen Abschnitt, der Fluss des Wassers nicht mehr gewährleistet. Aus diesem Grund trafen wir uns am 5. und 12. April 2025 vor Ort zu einer Aufräumaktion.

Hauptproblem war ein umgestürzter Baum, der schon länger dafür sorgt, dass sich bei Starkregen das Wasser staut. Blätter, Zweige, Grünschnitt, Steine, Kabel, Europaletten und alles was der Graben noch so mitbringt bleibt hier hängen. Und da an dieser Stelle das geradlinig und schnell fließende Wasser auf dieses Hindernis trifft und stark gebremst wird, werden angrenzende Grundstücke durch Aus- und Überspülung in Mitleidenschaft gezogen. Die Anwohnenden haben etwas weiter oben schon die tollsten Sachen aus dem Wasser gezogen – wie zum Beispiel ein Motorrad. Wir haben auch einige weniger spektakuläre metallische Gegenstände geborgen.

Überraschenderweise war wenig Kunststoffmüll im Graben. Wir haben hauptsächlich pflanzliche Überreste rausgefischt und teilweise schon zur neuen Grünschnittannahmestelle gebracht. Das verwertbare Holz durfte sich die angrenzende Bevölkerung abholen.

Natürlich war uns der Umweltschutz wichtig. Vor allem zur Brutzeit vieler Vogelarten müssen wir sehr aufpassen. Im ersten Abschnitt haben wir bodennahes trockenes Geäst entfernt. Die Stelle liegt unmittelbar an einer beliebten Gassi-Runde, sodass wir Bodenbrüter ausschließen konnten. Den umgestürzten Baum haben wir vor dem entfernen und zerlegen natürlich auf eventuelle Brutstellen kontrolliert. Ansonsten haben wir uns darauf beschränkt, tiefes Geäst, welches den Wasserfluss im Starkregenfall behindern könnte, zu entfernen. Der Hangbewuchs sorgt für Erosionsschutz und muss natürlich stehenbleiben.

Übrig bleiben ein paar Dinge, die zukünftig sicher noch getan werden müssen. Zum Einen befinden sich viele große Steine im Wasser, die im Starkregenfall das Wasser umlenken. Zum Anderen sind die hohen Nadelbäume sehr weit unterspült und drohen irgendwann umzustürzen. Beides sind aber Dinge, die wir mit unseren Mitteln und Befugnissen nicht lösen können.
Zum Abschluss beider Tage gab es Thüringer Rostbratwürste. Insgesamt war die Aktion eine gute Team-Building-Maßnahme, die eine harmonische Zusammenarbeit gezeigt hat. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben.

