Vor einer Woche fand unsere Eröffnungsfeier statt. Mit 150 Leuten und sechs Stunden Dauer, war es ein unerwartet großer Erfolg.

Bereits in den Wochen davor, hatten wir uns viele Gedanken gemacht, wie man einen Makerspace am besten der Öffentlichkeit präsentieren kann. Das Team hat viele Stunden ausgeräumt, gestrichen, ausgeräumt, wieder umgeräumt, aufgebaut, ausprobiert, wieder verworfen und am Ende alles schön gereinigt. Naja, zumindest so gut, wie man in begrenzter Zeit eine alte Fabrik reinigen und schön machen kann. Dann Team organisieren, einkaufen – nicht zu viel und nicht zu wenig – und dekorieren. Wenige Tage vorher wurde glücklicherweise auch noch das leuchtende Schild über der Eingangstür installiert, das sicherlich ein Hingucker ist. Das Team, das sich erst vor kurzem im neuen IKA-Verein zusammenfand, hat sehr viel geschafft und alle waren gespannt, wie es bei der Öffentlichkeit ankommt.

Der Tag der Eröffnung kam wie erwartet schneller als erwartet. Um 14:00 wurde die Tür geöffnet und alles begann am Empfang mit alkoholischen und alkoholfreien Sekt sowie Orangensaft. Schnell fanden die Gäste die Bar und das Kuchenbuffet. Letzteres bot als absolutes Highlight eine handgemachte Torte von Manuela Schwäblein. Natürlich haben auch die Vereinsmitglieder Kuchen und Kekse gebacken – wir danken Andrea Höchenberger, Angela Usbeck, Anja Hoffmann und Anna Gräf.

Um 15:00 folgte eine Rede der IKA-Vorsitzenden Thomas Höchenberger und Stefan Usbeck. Thomas erinnerte an die Entstehung des Projekts, erklärte die Ziele des Vereins und bedankte sich bei allen Menschen und Firmen, die dieses Projekt ermöglicht haben. Besonderer Dank geht an die Vermieter Klaus und Alexander Bube, die selbst im IKA-Team sind, außerdem natürlich an alle Gäste und IKA-Mitgliedern, die diese Veranstaltung ermöglicht haben. Auch auf das Heizungsproblem musste Thomas hinweisen, da die Rede im kältesten Raum stattfand. Nachtspeicheröfen und Heizlüfter, sind auf Dauer keine Option.

Stefan musste noch ein paar Worte zum DDR-Bezug nachlegen. Das DDR-System war geprägt von Überwachung, Freiheitseinschränkung und Mangelwirtschaft. Doch aus dieser Not heraus, haben sich in der Bevölkerung gute Werte entwickelt – diese sind Nachhaltigkeit, Ideenreichtum und Zusammenarbeit. Nach der Wende wurde davon vieles aufgegeben und sich in den Konsum gestürzt. Der Verein möchte diese Werte wiederbeleben. Stefan wies auch auf den IKA-Bereich hin, denn im Schulungsraum war ein IKA-Museum bzw. allgemein DDR-Gerätemuseum eingerichtet. Auf der Leinwand lief der RG28-Dokumentarfilm „Kommen Rührgeräte in den Himmel? – Ein Film über Nachhaltigkeit“.

Im Anschluss gab es Führungen durch das Kombinat und kostenlose Bratwürste mit Brötchen gebraten von Rigobert Höchenberger. Gegen etwas Geld konnte man Kaffee, Tee, Glühwein, Punsch, Bier, Wasser, Limo und vieles mehr an der Bar bekommen.

Der Werkstattbereich lud mit Laubsägearbeiten und Bemalen von Uhren zum Basteln ein. Die Kinder nutzten das Angebot mit viel Spaß. Den Bereich betreute Reiner Kirsch, Thomas Morgenweck und Niklas Mangold. Außerdem als Helfer in der Nähe waren Florian Holland, Filip Himcja und Jürgen Klingler.

Ein großes Thema war natürlich auch der 3D-Druck. Die Drucker liefen während der Veranstaltung. Christian Mangold und Marcus Aschenbach standen als Experten für alle Fragen zur Verfügung. Gedruckt wurde unter anderem eine Vase und ein Weihnachtswichtel aus Filament mit Farbwechseleffekt. Den Druck der Vase konnte man auch im „kalten Raum“ als Videoprojektion live mitverfolgen.

Es gab noch viele weitere Kleinigkeiten, die die Gäste entdecken konnten. Wer nicht dabei war, hat also viel verpasst. Z.B. die Wanduhr für Steinbacher.

Wir danken allen Gästen und freuen uns sehr, dass auch Bürgermeister, Ortsteilbürgermeister und Stadträte zu uns gefunden haben. Wir danken auch für alle Geschenke, die wir zur Eröffnung erhalten haben.

Fotos: Anna Gräf

Das war unsere Eröffnungsfeier!

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